Merzling

Seyve-Villard 5-276 X (Riesling X Ruländer)


Merkmale Beschreibung
Weintyp
Ampelografische Merkmale Der Wuchs ist voll aufrecht, sehr kräftig und erfolgt ohne stärkere Geiztriebbildung, woraus eine einfache Handhabung bezüglich der Laubarbeiten resultiert. Das Laub wirkt kräftig. Bei dunkelgrüner Färbung sind die Blätter mittelgroß und fünflappig mit überlappender Stielbucht. Die Pflanze verfügt über gute Holzreife und Winterfrostfestigkeit. Der Augenaustrieb erfolgt etwa zeitgleich mit dem Müller-Thurgau. Die Trauben sind groß und relativ kompakt. Die Beeren sind mittelgroß bis groß und dünnschalig. Sie nehmen in der Vollreife eine gelbgrüne Färbung an.
Lageansprüche
Ertrag vergleichbar mit Müller-Thurgau. Die Erträge sind jedoch wegen der besseren Frosthärte konstanter.
Reife früh und vergleichbar mit Müller-Thurgau.
Resistenz Die Resistenz gegen die Pilzkrankheiten Echter Mehltau und Falscher Mehltau ist gut.
Vorteil
Nachteil
Wein Die Weine sind fruchtig, stoffig und überwiegend neutral. Beim Anbau in besonders warmen Lagen und auf triebigen Böden können die Weine eine breite Art und einen störenden Ton entwickeln. Bei vergleichenden Weinproben erzielte der Merzling etwas schlechtere Ergebnisse als der Müller-Thurgau, schnitt jedoch minimal besser als der Silvaner ab.
Ausbau


Klon Beschreibung Staatliches Weinbauinstitut Freiburg
Merzling als Sorte mit Reife im Bereich des Müller-Thurgau wird eher für die klimatische Grenzzone unserer Anbaugebiete sowie für reine Müller-Thurgau-Lagen empfohlen. Vom Weintyp zeigt Merzling eine gewisse Ähnlichkeit zu Müller-Thurgau oder Silvaner. Leichte Bukettierung ist kombiniert mit verhaltener Säure und gutem Alkoholgehalt. Die Sorte eignet sich auch zur Produktion von Federweißem bzw. Neuem Süßem aus ungespritzten Trauben.
Merzling - Rebschule MüllerMerzling - Rebschule MüllerMerzling - Rebschule Müller
Merzling - Rebschule Müller