| VORTREIBEN VON PFROPFREBEN | |
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| Ibervitis fördert die Etablierung polyklonaler Weinberge in Spanien und Portugal. | |
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| Das Ibervitis-Projekt schreitet bei der Anlage polyklonaler Weinberge auf der Iberischen Halbinsel voran. Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit der Weinberge gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu stärken und die önologische Komplexität der Weinherstellung zu erhöhen. Nach zweijähriger Arbeit hat das beteiligte Konsortium – bestehend aus Bodegas La Horra (Koordinator), Bodega Paco u. Lola, Bodega Numanthia, der portugiesischen Gruppe Sogrape und dem portugiesischen Verband PORVID – die Feldselektion von Pflanzenmaterial aus sieben Schlüsselrebsorten abgeschlossen: Albariño, Arinto, Godello, Sercial, Rabo de Ovelha, Rufete und Tempranillo. Die Weingüter bepflanzen derzeit die ersten polyklonalen Basisreben – eine entscheidende Phase des Projekts. Die angewandte Selektionsmethodik basiert auf der wissenschaftlichen Arbeit von Elsa Gonçalves, Forscherin an der Universität Lissabon, und ermöglichte die Identifizierung verschiedener Klone mit wünschenswerten Eigenschaften, die auf die jeweiligen Weinbaubedingungen abgestimmt sind. Diese Ergebnisse bilden die Grundlage für die Gestaltung von Weinbergen, die besser an Trockenstress, Krankheitsresistenz und Schwankungen im Alkohol- und Säuregehalt angepasst sind. Die Klonmischung zielt darauf ab, die Identität jeder Rebsorte zu bewahren und genetische Uniformität zu vermeiden, während gleichzeitig eine größere Vielfalt in Reife, Säure, Aromen und Polyphenolgehalt erzielt wird. Dadurch sollen über verschiedene Jahrgänge hinweg stabilere, komplexere und beständigere Weine entstehen. Die Entwicklung von Ibervitis wird bis Ende 2026 fortgesetzt; dann werden voraussichtlich die ersten konsolidierten Daten vorliegen. Für die beteiligten Weingüter stellt dieses Projekt einen technologischen Meilenstein dar, der Innovation und Tradition vereint und ein wertvolles genetisches Reservoir sichert, um sowohl dem Klimawandel als auch dem Auftreten neuer Rebkrankheiten zu begegnen. Ibervitis ist Teil des EUREKA-Programms für multilaterale Zusammenarbeit und wird von der Europäischen Union und CDTI Innovation mit EFRE-Mitteln aus dem multiregionalen operationellen Programm für intelligentes Wachstum 2021–2027 finanziert. |